AOC Weinhandlung Köln
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Sieben Tage im Burgund

DSC_7528Anfang August reisten die Mitarbeiter Axel Gerhards und Alexander Müller für einen einwöchigen Aufenthalt ins Burgund. Es galt die seit Gründung der Weinhandlung bestehende traditionsreiche und mit Leidenschaft gepflegte Verbindung zu dieser Weinregion Frankreichs erneut zu entdecken. Städtebesuche, Romanische Kirchen und selbstverständlich Besuche bei Winzern standen auf dem Programm.

Chateau Pommard mit seinem faszinierendem Keller und hochpreisigen Weinen neben kleinen Familienbetrieben, sowie große Abfüller wie Bejot spiegeln die Vielfalt der Weine des Burgunds wider. So liefert zum Beispiel Ghislain Kohut einen hervorragenden Fixin aus dem Norden Burgunds.

Geschmacklich bedeutet das- von kraftvollen, charakterstarken Chardonnays wie zum Beispiel Chassagne-Montrachet oder auch unbekannteren Lagen wie die in Monthélie- bis hin zu den filigranen und komplizierten Pinot Noirs. Pommard, Volnay, Fixin, Aloxe-Corton,  um nur einige der klangvollen Namen der Côte d`Or zu nennen.

Die kulturelle Vielfalt, in Jahrhunderten gewachsen, ist immer wieder faszinierend und eine Reise wert.

 

 

 

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Zwei Wochen bei drei Winzern

Schneiden im WeinbergUrlaub mal anders:
Dieses Jahr bin ich zu befreundeten Winzern an der Mosel gefahren, um ihnen bei der Arbeit zu helfen.

In der ersten Woche wohnte und arbeitete ich auf dem Weingut Thomas Hein, in Temmels an der Obermosel.
Die ersten zwei Tage waren wir mit Sektherstellung beschäftigt. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie in dem acht Grad kalten Kalkfelsenkeller die Grundweine in Rüttelpulten bis zu zwei Jahren reifen, um degorgiert, mit der Dosage aufgefüllt und dann verkorkt werden.

Mein Favorit hier: Pinot Meunier, Flaschengärung, 15 Euro.

Die restlichen Tage stand Arbeit im Weinberg an.
In dieser Vegetationsphase ist das Hochstecken, schneiden und entblättern der Reben die Hauptarbeit. Von 8:00 bis 12:00 Uhr und von 13:30 bis 18:00 Uhr arbeiteten wir im überwiegend flachen Gelände zwischen Temmels und Nittel. Die Rebsorten Elbling, Auxerrois und Rivaner gedeihen hier am besten.

So liefert Thomas Hein preiswerte Bio Weine, die seitdem er den Restzucker auf 10 Gramm erhöht hat, deutlich an Charme gewonnen haben.

Mein Favorit hier: Spätburgunder Blanc de Noirs, 8,50 Euro.


Die zweite Woche führte mich zu Clemens Busch in Pünderich.

Als VDP Mitglied gelten seine Rieslinge zu den führenden in Deutschland.
Besonders auffällig hier: die Leidenschaft und der Personalschlüssel. Bereits vor der Lese sind viele Arbeiter damit beschäftigt, per Hand das überflüssige  vom wichtigen Grün zu trennen.
Fast alle Weinberge befinden sich unterhalb der Marienburg gegenüber von Pünderich. Sie sind als “Große Gewächse” in circa 45 % Steillage klassifiziert. Auch hier arbeitete ich von morgens bis abends im Weinberg, exclusive einer gemeinsamen Mittagspause auf dem Weingut.
Die freundliche Atmosphäre, die von Rita und Clemens ausgeht, ließ die anstrengende Arbeit leichter von Hand gehen.

Favoriten habe ich hier keine: Alle Weine sind von einzigartiger Qualität.

Zum Einstieg zu empfehlen: Riesling vom grauen Schiefer, 15 Euro.


Zum Abschluß besuchte ich Carl Loewen in Leiwen.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen oberhalb der Schleife von Trittenheim zeigte auch er sich erfreut über den bisherigen Vegetationsverlauf des Jahrgangs 2014. Carl Loewen bewirtschaftet etliche Steillagen und ist besonders stolz auf seine bis zu 115 Jahre alten Rebstöcke.

Mein Lieblingswein hier: Riesling Maximin Klosterlay, 15 Euro.


Mein Respekt vor dem Beruf des Winzers ist in diesen Wochen deutlich gestiegen.

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